Hot Dogs für hungrige Könige

 

Sternsinger stehen geduldig in der Schlange bei der Essensausgabe im Pfarrheim

 

HEIDEN (sei). Wer gestern als Sternsinger durch Heiden zog, hatte eine verantwortungsvolle Aufgabe. Haus für Haus den Segen für das neue Jahr zu verbreiten und gleichzeitig eine Spende für einen guten Zweck zu erbitten. Das konnte auf Dauer hungrig machen. Allerdings hatten sich die Organisatorinnen der Sternsingeraktion dagegen etwas einfallen lassen.

 

Zur Mittagszeit wurden den hungrigen Kindern im Pfarrheim leckere Hot Dogs, belegte Brote und Brötchen angeboten. Wer wollte, konnte seinen Durst mit Saft und Wasser stillen und sich mit heißem Kakao wärmen. Auch die Spendenboxen wurden bereits vom Team geleert. Etwa 100 Kinder liefen als Caspar, Melchior und Balthasar verkleidet durch das Dorf. Eltern fuhren sie ehrenamtlich durch die Leblicher und Nordicker Gebiete.

 

Gibt es irgendwo Engpässe? „Ein paar Bezirke sind noch offen“, erklärte Mitorganisatorin Stephanie Schäfer. „Im vergangenen Jahr konnten viele Bezirke an Gruppen verteilt werden, die gerne weitergemacht haben.“ Die Geldspenden für die Sternsinger gehen an ein AIDS-Waisen-Projekt in Uganda. Viele Süßigkeiten seien für einen guten Zweck gespendet worden, hieß es.

Während die Kinder sich im warmen Pfarrheim für den Nachmittag stärkten, plauderten sie und schauten auf ihren Plänen nach, wo sie am Nachmittag die Häuser segnen durften.

 

Laut Leonie, Pascal, Phil und Johanna schmeckte das Mittagessen sehr gut. Die Schüler machten bereits zum dritten Mal als Sternsinger mit. Morgens waren sie an der Beethovenstraße, nachmittags besuchten sie die Anwohner der Brookstegge, Parkstraße und Hospitalstraße.

 

„Es macht wirklich Spaß“, sagen die vier einhellig. Auch an der Tür habe es noch keine Probleme gegeben, und den Text hätten sie nie vergessen. Allerdings öffne bei vielen Häusern niemand die Tür. „Höchstwahrscheinlich sind sie wohl alle arbeiten“, mutmaßte Phil.

 

Im nächsten Jahr wollen die Kinder auf jeden Fall ein weiteres Mal als Sternsinger durch Heiden ziehen. 12.30 Uhr: Der Raum füllte sich langsam, aber sicher. Immer mehr verkleidete Kinder kamen ins Pfarrheim und stellten sich geduldig in die Schlange bei der Essensausgabe.

Hot Dogs für hungrige Könige

Die Sternsinger Chiara, Christoph und Michael Hölter im Heidener Pfarrheim (Foto: Seier)

 

Quelle: Borkener Zeitung, 07. Januar 2012

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