Chronik

Karl der Große beauftragte den Mönch Ludger mit der Missionierung der Friesen und Sachsen.

um 792

Gründung des Bistums Münster, hl. Ludger erster Bischof von Münster.

805

Erste Erwähnung des Ortsnamens „Heithene“ im Urban des Klosters Werden (heute Stadtteil von Essen).

870

Kirchspielerhebung durch Fürstbischof Hermann II. von Münster. Abspaltung von der Pfarrei St. Remigius Borken. Erster Patron der eigenständigen Pfarrei Heiden wird der hl. Killian. Der Ort umfasst ca. 200 Einwohner auf 30 Höfe.

Um 1195

Erbauung einer massiven Heidener Kirche. Teile der Kirche standen bis zum völligen Abbruch 1880.

1200-1203

Erste Erwähnung eines Heidener Pfarrers als Rotger von Heiden (1368-1389). Von der Ersterwähnung bis zum Jahr 2019 lebten und wirkten 33 Pfarrer in Heiden.

14./15. Jh.

Pestausbruch. Ein Viertel aller Menschen kamen in Europa ums Leben.

1350

Durch Kriegszüge des Herzogs Reynald von Geldern werden Dorf und Kirche zerstört.

1404

Die Kirchengemeinde wird im Auftrag des Münsteraner Bischof Johann IV. geprüft, die Pfarrei befindet sich im guten Zustand.

1571-1573

Der hl. Kilian wird noch als Schutzpatron bezeichnet. Im Laufe des Jahrhunderts wird er von hl. Georg abgelöst.

1571

Pestkranke in Heiden. Der Vertreter des abwesenden Pfarrers Naelmann, Pfarrer Christoph Wagner, scheute sich nicht Pestkranke zu besuchen und ihnen die Sakramente zu spenden.

1575

Feuersbrunst im Dorf. Herrenlose Soldaten plündern die Bewohner.

1602 u. 1605

Pfarrer Ebbeler gründet eine Bürgerwehr, aus der sich der Schützenverein entwickelte.

1613

Am Montag vor Maria Himmelfahrt darf ein Markt abgehalten werden. Die Bürgerwehr übt beim Vogelschießen.

1615

Schändung des Hochalteres durch durchziehende Soldaten.

1622

Der Altar wird durch Weihbischof Nicolai neu eingeweiht, nachdem er von Mansfeld’schen Soldaten im 30-jährigen Krieg geschändet wurde.

1628

Die Pfarrei zählt 1337 Mitglieder.

1708

Ein Armenhaus wird errichtet.

1728

7-jähriger Krieg. Truppen ziehen beutemachend durch Heiden und Umgebung.

1760

Die Kirche ist in einem schlechten Zustand, Regen dringt ein. Paramente und Messgewänder sind verschwunden. Die Einkünfte der Pfarrer sind minimal. Ständige Klagen der Pfarrer über die Nichtbeachtung kirchlicher Gebote. Pfarrer Lameyer (1753-1780) gelingt eine religiöse Erneuerung der Kirchengemeinde.

1770

Anschaffung der noch heute vorhandenen Monstranz. Der hl. Georg ist Schutzpatron der Pfarrei.

1771

Ein zweites Armenhaus wird errichtet.

1773

Heiden erhält einen neuen Landesherrn, den Fürsten Konstantin zu Salm-Salm.

1802

Napoleons Armee ist auf dem Vormarsch.

1805

Das Fürstentum zu Salm-Salm wird mit dem französischen Kaiserreich vereint.

1810

Die französische Armee befindet sich auf dem Rückzug. Flüchtende Soldaten und ihre Verfolger durchziehen das Dorf. Die verarmten Heidener müssen sie versorgen.

1813

Das Königreich Preußen übernimmt die Herrschaft.

1815

Das Kirchengebäude ist baufällig geworden. Zwischen Bürgermeister Steinmann, der einen Neubau fordert, und Pfarrer Kemner, der einen Neubau für nicht notwendig hält, kommt es zum Streit. Es werden Reparaturen durchgeführt.

1830

Bau des Pfarrhauses am heutigen Pastoratsweg.

1839

An den Karnevalstagen findet zum ersten Mal die Feier des 40stündigen Gebetes statt.

1858

Wegen Platzmangels in der Kirche und erneuter Baumängel entsteht erneut der Wunsch nach einem Neubau. Kollekten, Spenden und Zuschüsse sollen den Bau ermöglichen. Initiatoren sind besonders Pfarrer Blume und das sog. Bau- Komitee.

1865

Es wird eine Notkirche im Gebäude Glandorff errichtet. Der Altbau wird Anfang 1890 abgerissen.

1880

Die Kirchengemeinde darf einen Kreuzweg im „freien Felde“ errichten. 1893 wird das Flurstück der Pfarrei überschrieben.

1885

Am 12. Mai wird die neue Kirche St. Georg durch den Münsteraner Bischof Hermann Dingelstadt geweiht.

1893

Der heutige Friedhof wird angelegt.

um 1900

Errichtung des Krankenhauses. Die Heiligenstädter Schulschwestern (Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel) übernehmen die Krankenpflege.

1904

Die Kirche erhält vier neue Glocken.

1923

Drei Glocken werden für Kriegszwecke zum Einschmelzen abgeholt.

1942

Am 9. März wird die Ortschaft mit der 50-jährige Kirche durch Bombenangriffe schwer beschädigt.

1945

Am 18. April wird die wieder aufgebaute Kirche feierlich eingeweiht.

1948

Bau des Pfarrheims am Pastoratsweg. Eine Erweiterung fand in den 1980er Jahre statt.

1960

Durch die Aufbruchstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils und im Geist der 68’er Bewegung soll ein neuer Kirchbau entstehen.

1968

Erste Reise von Gemeindemitgliedern nach Uganda und Kenia, aus der sich in den folgenden Jahren eine Partnerschaftsgemeinde in Makukuulu entwickeln sollte.

1968

Am 23. Mai wurden drei Gemeindemitglieder in Heiden durch einen Bischof aus Uganda zu Priestern geweiht.

Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand beschlossen aufgrund des guten Kontaktes und der missionarischen Unterstützung eine Kirche in Uganda (Makukuulu) mitzubauen.

1970

Am Rathausplatz wird der neue Kirchenbau am 27. November geweiht.

1971

In Makukuulu konnte am Osterfest der Grundstein für die St. Georg’s Kirche gelegt werden. 41 Heidener Gemeindemitglieder nahmen in Uganda daran teil.

1972

Sprengung der alten St. Georgs Kirche am „Alten Kirchplatz“.

1973

Die Pfarrgemeinde St. Georg schließt eine Partnerschaft mit der Pfarrgemeinde St. Ägidien Heiligenstadt.

1991

800 Jahre katholische Kirchengemeinde Heiden.

1995

Fertigstellung des neuen Pfarrzentrums direkt am Kirchengebäude St. Georg.

2018

Veräußerung des alten Pfarrheims am Pastoratsweg.

2019

Jubiläumsfeier in Heiden: 825 Jahre katholische Kirchengemeinde, 100 Jahre Pfarrcäcilienchor, 1150 Jahre Ortschaft Heiden.

2020